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Fachkraft im Fahrbetrieb

Fachkraft im Fahrbetrieb

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Kategorie: Aus- und Weiterbildung
Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Manfred Krause

Beitragsseiten

Fachkraft im Fahrbetrieb

Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF) ist in Deutschland ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Der Beruf wurde im Jahr 2002 neu eingeführt.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Neben der Qualifizierung zum Führen von Omnibus, Straßenbahn oder U-Bahn beinhaltet die Ausbildung sowohl technische als auch kaufmännische und Dienstleistungs-Qualifikationen, u.a.

  • Beratung von Fahrgästen, Fahrkartenverkauf
  • Öffentlichkeitsarbeit, Marketing
  • Kaufmännische Betriebsführung
  • Erstellen von Fahrplänen und Disposition des Fahrbetriebes
  • technische Überprüfung und kleinere Wartungsarbeiten an Fahrzeugen
 
 

Infobox

 

 

 
 

Ausbildunginhalte (Kurzübersicht)

(Quelle: BERUFNET - http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/index.jsp; Bundesagentur für Arbeit)

Während der ersten 18 Monate lernen die Auszubildenden z.B.:

  • wie man Busse, Straßenbahnen bzw. U-Bahnen im Netz des Unternehmens führt und dabei auf Sicherheit, Kundenfreundlichkeit, Umweltbelange und Wirtschaftlichkeit achtet
  • wie tarifrechtliche, gesetzliche und vertragliche Bestimmungen im Personennahverkehr anzuwenden sind
  • was in Gefahrensituationen und bei Unfällen zu tun ist
  • was man bei der Planung und Steuerung des Fahrzeug-, Personal- und Mitteleinsatzes beachten muss
  • wie man für Fahrzeugservice und -bereitstellung einschließlich Kontrolle der Verkehrs- und Betriebssicherheit sorgt
  • welche Informationsmedien es gibt und wie man sie einsetzt
  • wie man Auskünfte in einer Fremdsprache erteilt
  • wie Leistungen verkauft werden
  • wie die erforderlichen Abrechnungen durchgeführt und Kalkulationen erstellt werden
  • wie man Beschwerden auswertet
  • wie man Kundenbedürfnisse ermittelt und bei der kundengerechten Weiterentwicklung der Produkte des Unternehmens sowie bei der Qualitätskontrolle mitwirkt
  • wie Kunden im Normalverkehr und bei Störungen informiert werden
  • wie die Kontrollinstrumente überwacht und bedient werden
  • wie man Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzt
  • was man bei der Kundenberatung beachten muss und wie man über Tarife und Linienverbindungen sowie Zusatzangebote des öffentlichen Personennahverkehrs Auskunft gibt
  • was bei der Erstellung der Fahrpläne zu beachten ist
  • wie Kunden im Normalverkehr und bei Störungen informiert werden
  • wie die Wartung und Instandsetzung der Fahrzeuge veranlasst wird
  • welche gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag entstehen
  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist und wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung funktionieren
  • wie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften angewendet werden
  • wie Umweltschutzmaßnahmen beachtet und angewendet werden
  • Fahrzeuge pflegen und warten
  • Betriebsbereitschaft von Verkehrsmitteln überprüfen
  • Dienstleistungen von Verkehrsunternehmen anbieten und erbringen
  • Betriebsbereitschaft von Schienenfahrzeugen überprüfen
  • Fahrzeuge auf dem Schienennetz einsetzen
  • mit Kunden der Verkehrsunternehmen umgehen
  • das eigene Verkehrsunternehmen repräsentieren
  • Personenverkehr durchführen
  • bei der Gestaltung von Betriebsabläufen mitwirken
  • die Arbeitsbedingungen mitgestalten
  • kostenbewusst handeln
  • Fahrzeuge sicher und kundenfreundlich führen
  • elektronische Geräte einsetzen

Während der zweiten 18 Monate lernen die Auszubildenden z.B.:

Ausbildung im Betrieb

Ausbildung in der Berufsschule

in den Lernfeldern:

In den ersten 18 Monaten

Arbeitsorganisation, Informations-
und Kommunikationssysteme

Verkehrsträger und Verkehrsmittel im Personenverkehr

Marketing und Vertrieb

Umgang mit Kunden

kaufmännische Betriebsführung

Planung und Disposition des Fahrbetriebes

Betriebssicherheit und Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Anlagen

Rechtsvorschriften im Verkehr

Umgang mit Störungen im Fahrbetrieb

Im 1. Ausbildungsjahr:

das eigene Verkehrsunter-nehmen repräsentieren

Fahrzeuge pflegen und warten

Betriebsbereitschaft des KOM (Kraft-Omnibusses) überprüfen

mit Kunden der Verkehrsunter-nehmen umgehen

Im 2. Ausbildungsjahr:

Dienstleistungen von Verkehrsunternehmen anbieten und erbringen

Personenverkehr durchführen

Betriebsbereitschaft von Schienenfahrzeugen überprüfen

bei der Gestaltung von Betriebsabläufen mitwirken

Zwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres

In den zweiten 18 Monaten

Über die oben genannten Lernfelder hinaus:

Qualitätsmanagement

Verkehrssicherheit und Führen von Fahrzeugen im öffentlichen Verkehrsraum

Einweisung in den Fahrbetrieb

Fitness im Fahrdienst, Stressbewältigung

Im 3. Ausbildungsjahr:

die Arbeitsbedingungen mitgestalten

Fahrzeuge auf dem Schienennetz einsetzen

kostenbewusst handeln

Fahrzeuge sicher und kundenfreundlich führen

elektronische Geräte einsetzen

Abschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr

 


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